Das Haus in der Matoušova-Straße

Tereza Boučková (Foto: © privat)
Tereza Boučková: Das Haus in der Matoušova-Straße

Lesung von
Tereza Boučková

Moderation:
Rikarde Riedesel

Deutsche Stimme:
Bettina Born

Übersetzung:
Maria Sileny

1927 erwarb der jüdische Rechtsanwalt Eduard Schwarz ein Haus in der Matoušova-Straße im Prager Stadtteil Smíchov – als Zuhause für sich und seine Familie. Er starb noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

In ihrem Roman entfaltet Tereza Boučková die fast hundertjährige Geschichte seiner Nachkommen und der weiteren Hausbewohner. Ihre Recherchen zu jüdischen Familien führen nach Auschwitz, zu dem berüchtigten Lagerarzt Josef Mengele und zum Kindertransport von Sir Nicholas Winton. Sie erzählt zudem vom Schicksal der Schauspielerin Zita Kabátová, deren Karriere unter dem kommunistischen Regime zerbrach. Auch der spätere Präsident Václav Havel ging hier ein und aus, um seine Geliebte Anna Kohoutová zu besuchen.

So wird jede Wohnung des Hauses zu einem eigenen, bewegenden Kapitel tschechischer Geschichte. Tereza Boučková ist die Tochter von Pavel Kohout and Anna Cornová und eine tschechische Bestsellerautorin.

Es wird ein ganz besonderer Abend, der tschechische Erzähltradition mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verknüpft.

Weitere Informationen über Tereza Boučková finden Sie im Internet unter: terezabouckova.cz

Ort:
EJOT SE & Co. KG (Foyer), Im Herrengarten 1

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Beginn:
19.30 Uhr

Eintritt:
10,- € / 5,- €

Tereza Boučková

Autorin Tereza Boučková, geboren 1957 in Prag, ist Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Publizistin. Sie ist das jüngste von drei Kindern des Schriftstellers Pavel Kohout. Nach der Unterzeichnung der „Charta 77“ wurde ihr ein reguläres Studium verweigert. Sie arbeitete unter anderem als Reinigungskraft, Postbotin und Hausmeisterin und besuchte Vorlesungen an sogenannten Wohnuniversitäten. Ihr Debüt „Indiánský běh“ (dt. „Indianerlauf“) erschien im Samisdat und wurde 1990 mit dem Jiří-Orten-Preis ausgezeichnet.

Maria Sileny

Maria Sileny, geboren 1961 in Prag, ist freiberufliche Redakteurin und Literaturagentin. Sie hat in München Politikwissenschaft, germanistische Linguistik, Amerikanistik sowie Buchwissenschaft studiert. „Das Haus in der Matoušova-Straße“ ist der zweite von ihr übersetzte Roman. Sie lebt in Prag und in München.


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